BJV-Gemünden a. Main

Aktuelles

[23.8.2021] - Drückjagdseminare

Auch in diesem Jahr bieten wir wieder Drückjagdseminare auf unserem Schießstand an.
In dem Seminar geht es im Schwerpunkt darum die Handlungssicherheit im Umgang mit der Waffe und die Treffsicherheit in verschiedenen Drückjagdsituationen zu erhöhen. Eigene Waffe und Ausrüstung ist Voraussetzung.
Geplante Termine:

Fr. 01.10. 14.00 - 17.00 Uhr
Fr. 08.10. 14.00 - 17.00 Uhr
Sa. 09.10. 09.00 - 12.00 Uhr
Fr. 22.10. 14.00 - 17.00 Uhr
Fr. 29.10. 14.00 - 17.00 Uhr

Die Seminare werden nur bei entsprechender Nachfrage und vorheriger Anmeldung durchgeführt. Weitere Termine sind nach Absprache (0151 19122850) möglich.


 
[24.7.2021] - „Hundstage“ -  Jäger appellieren an Hundehalter

Endlich Sommer – scharenweise zieht es die Menschen in Biergärten und an Seen. Dabei dürfen aber die Bedürfnisse der Vierbeiner nicht vergessen werden: Hunde können nicht schwitzen wie wir. Durch Hecheln alleine können sie die Hitze auch nicht kompensieren. „Grundsätzlich gilt: Hunde bei Hitze NIEMALS im Auto zurücklassen, auch nicht für kurze Zeit!“ appelliert KG-Vorsitzender XX der Kreisgruppe/des Jägervereins XX. Das Innere des Fahrzeugs kann – selbst, wenn es im Schatten steht und die Fenster geöffnet sind – innerhalb weniger Minuten zur tödlichen Hitzefalle werden. Schon bei Außentemperaturen ab 15 Grad kann sich der Innenraum schnell extrem aufheizen. Auch vermeintliche Schattenplätze können durch die Wanderung der Sonne eine halbe Stunde später der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Etliche Hersteller bieten Hilfsmittel an, damit Hundebesitzer Fenster oder Kofferraum ihres geparkten Fahrzeuges geöffnet lassen können. Aber auch teilweise geöffnete Autofenster gewährleisten im Sommer in der Regel keine ausreichende Luftzirkulation. Schon nach kurzer Zeit droht der Hitzeschock!

Was sind überhaupt diese Hundstage?
Als Hundstage bezeichnet man umgangssprachlich die Tage zwischen dem 23. Juli und 23. August. Sie gelten als die heißeste Zeit des Sommers. Ihren Namen verdanken sie aber nicht unseren Vierbeinern, sondern dem Aufgang des sogenannten Hundssterns Sirius. Dies ist aber heutzutage nicht mehr aktuell.

Tipps für Hundehalter im Sommer
Falls der Hund gerne am Fenster sitzt, sollte es während der Fahrt besser geschlossen sein. Der erfrischende Fahrtwind kann bei ihm schnell zu einer schmerzhaften Bindehautentzündung führen. Beim Einkaufen mit dem Hund gilt: Vor dem Geschäft nicht in der prallen Sonne anleinen! Denken Sie daran, dass Ihr Vierbeiner auf heißem Asphalt wie auf „glühenden Kohlen“ geht. Bieten Sie dem Tier immer wieder frisches Wasser an. Gegebenenfalls können Sie auch seinen Körper mit Wasser benetzen und so für Abkühlung sorgen. Fahrradfans sollten daran denken, dass der Hund während der heißen Stunden nicht neben dem Fahrrad mitlaufen sollte. Spaziergänge in der Mittagshitze sind weder für Herrchen und Frauchen noch für den Hund ein Vergnügen. Gehen Sie entweder früh am Morgen oder später am Abend Gassi. Für Herrchen, Frauchen und Hund gleichermaßen erfrischend ist ein kühles Bad im See. Auch für den Vierbeiner gilt: Nicht überhitzt in die kalten Fluten springen lassen! Lassen Sie Ihren Hund, wenn er daran gewöhnt ist, an heißen Tagen mit ausreichend Wasser lieber in der kühlen Wohnung. Machen Sie ggf. andere Hundehalter auf falsches Verhalten aufmerksam – der Schutz der Tiere geht uns alle an.

Urlaubszeit: Wohin mit dem vierbeinigen Freund?
Wer sein Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen kann und will, muss sich rechtzeitig um die Unterbringung des Tieres kümmern. Zur Reisezeit spielen sich jährlich Dramen ab: Hunde und Katzen, Kleintiere und sogar Vögel werden zurückgelassen oder einfach an der Straße oder im Wald ausgesetzt, weil die Familie verreisen will und sich nicht rechtzeitig um den Verbleib des einst so wichtigen Familienmitglieds gekümmert hat. Viele von den ausgesetzten Tieren werden überfahren oder streifen herum und ernähren sich mangels Alternative von Wildtieren. Der Bayerische Jagdverband bittet alle Haustierhalter dringend, sich rechtzeitig um die Unterbringung ihrer Vierbeiner in Tierpensionen oder bei geeigneten Personen im Freundes- oder Bekanntenkreis zu kümmern. Wer sein Haustier mit auf Reisen nehmen will, sollte daran denken, rechtzeitig die notwendigen Impfungen vom Tierarzt vornehmen zu lassen. Die Reisebestimmungen für Urlaubsländer innerhalb und außerhalb der Europäischen Union sind unterschiedlich. Ein Heimtierausweis der Europäischen Union ist in vielen Fällen Pflicht.

Bayerischer Jagdverband e.V. (BJV) ▪ Hohenlindner Str. 12 ▪ 85622 Feldkirchen ▪ VR 5580, AG München
Präsident: Ernst Weidenbusch    Generalsekretär: Robert Pollner
Text:  PM/ BJV


 
Öffentliches Schießen am 25.07.21

Am kommenden Sonntag, 25.07.21 findest das nächste Öffentliche Schießen in der Sauruh statt.
Voranmeldung erforderlich.


 
[19.4.2021] - Abgabe von Trichniniproben in der aktuellen Corona-Situation

Trichninprobenannahme


 
[2.4.2021] - Vom süßen Vogel mit dem langen Gesicht

Waldschnepfe
Die Waldschnepfe hat einen hochsensiblen Schnabel.


Nicht nur der Osterhase hat Ostern verständlicherweise Hochkonjunktur. Mit der Zeit um Ostern verbinden Naturkundler auch verschiedene Reiserückkehrer, wie z.B. Schnepfen, die aus ihren Überwinterungsgebieten in West- und Südeuropa in ihre Brutgebiete in Deutschland zurückkehren.

Die Jäger erwarten vor allem die Ankunft der sonderbaren Waldschnepfe, ist sie doch der einzige Vertreter der Schnepfenvögel oder umgangssprachlich Wat(t)vögel, der nicht ans Wasser in Küstenregionen, an Feuchtgebiete oder Wattgebiete gebunden ist. Lebensräume der Waldschnepfe sind nämlich feuchte Laub- und Mischwälder, aber auch Nadelwälder mit reicher Bodenvegetation und weichem Boden. Hier suchen die „komischen“ Vögel die Laubstreu und die oberste Bodenschicht mit ihrem hochspezialisierten und sensiblen „Sondierschnabel“ nach Insekten und Würmern ab. Einige wenige Schnepfen haben als „Lagerschnepfen“ in hiesigen Gefilden überwintert.

In der Jägersprache heißen die Sonntage um Ostern auch Schnepfensonntage, weil in dieser Zeit die Ankunft der Waldschnepfen zu erwarten ist. Meist können die ersten Waldschnepfen kurz nach Ankunft des allerersten Frühlingsboten Bachstelze angetroffen werden.
Der Schnepfenvogel aus dem Wald ist ein sehr heimliches Tier mit nächtlicher Lebensweise, welches mit verschiedene Brauntöne umfassenden Gefieder außerordentlich gut getarnt und an das Leben am Waldboden angepasst ist. Als Bodenbrüter sind besonders die alleinerziehenden Weibchen auf eine optimale Tarnung angewiesen. Der einzige „Schwachpunkt“ ihrer Tarnstrategie mag das große, schwarze, glänzende Auge sein, welches eine Anpassung an die Nacht- und Dämmerungsaktivität darstellt, aber durchaus auch die Anwesenheit des Tieres verraten kann. Die spezielle, seitliche Lage der Augen ermöglicht einen guten Rundumblick auch dann, wenn der Vogel mit seinem langen „Stecher“ im Boden auf der Suche nach Nahrung herumstochert.
Den meisten Menschen bleibt die Sichtung der eigentümlichen Waldschnepfe sicherlich verwehrt. Zur Balzzeit im Frühjahr lassen sich die balzenden Männchen mit etwas Glück während ihrer charakteristischen Balzflüge in der Abend- und Morgendämmerung beobachten, wenn sie ihre Balzreviere auf häufig „traditionellen“ Routen an bestimmten Waldstrukturen entlang abfliegen oder sich die rivalisierenden Männchen energisch verfolgen. Sollte man sie nicht sehen, kann man die Vögel aber manchmal aufgrund ihrer charakteristischen Rufe hören. Der überwiegende Teil von ihnen fliegt nämlich nicht stumm, sondern lässt in regelmäßigen, kurzen Abständen das typische „Puitzen“ und „Quorren“ hören, wobei die Lautstärke dieses eigentümlichen „Gesangs“ individuell stark variiert. Diese Singflüge der Schnepfenhähne sind auch als „Schnepfenstrich“ bekannt. Der Aufwand, ein paarungsbereites Weibchen zu finden und in Stimmung zu bringen ist groß, die Bindung an die „Schnepfe“ nur kurz. Nach einem kleinen Werbezeremoniell auf einem Bodenbalzplatz als eine Art Vorspiel erfolgt die Paarung, sobald sich das Weibchen auf den Boden duckt. Dann gehen die Partner auseinander, das Männchen hält Ausschau nach weiteren Weibchen und hat die Konkurrenz im Visier, die Weibchen bereiten sich auf das bevorstehende Brutgeschäft vor.

Waldschnepfen-VorkommenAuch die Waldschnepfe hat wie viele andere Vogelarten unter der intensiven Bewirtschaftung unserer Kulturlandschaft zu leiden.  Da die Waldschnepfe zu Beginn des Brutgeschäfts von Mitte März bis Ende April sehr störungsempfindlich ist, sollten Beunruhigungen besonders durch freilaufende Hunde, Spaziergänger oder forstwirtschaftliche Aktivitäten vermieden werden. Störungen gehen natürlich auch von anderen Tierarten, wie z.B. vom allesfressenden Schwarzwild oder vom Fuchs aus, die sich ein Bodengelege gerne einmal schmecken lassen. Die beste Möglichkeit, die Waldschnepfe zu „unterstützen“, ist die Umwandlung reiner Nadelwälder in artenreiche Laubmischwälder. Wiesen und Weiden werden von den Waldschnepfen gerne zur Nahrungssuche aufgesucht, so dass diese Flächen erhalten werden müssen und nur extensiv bewirtschaftet werden sollten.  Untersuchungen haben ergeben, dass die Vögel nachts neben Grünland auch Getreide- und Maisstoppeln zum „Wurmen“ aufsuchen. Eine ausbleibende Bodenbearbeitung nach der Ernte und Ernterückstände auf der Bodenoberfläche bewirken eine höhere Regenwurmdichte und so eine ergiebige Nahrungsquelle für den „Vogel mit dem langen Gesicht“.
 

Text: PM/ BJV

Text darf honorarfrei verwendet werden.
Bildnachweis: Adobe Stock/ Beispielbild

Grafik: BJV


Pressemitteilung aus dem Bayerischen Jagdverband e.V, Abdruck honorarfrei. Bild ist ein Beispielbild.
Die Pressemitteilung als pdf-Datei.



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